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Historischer Festzug

Die Aufstellung

1. Vorreiter

Pferde von Familie Albert Hurnaus und Markus Hager, Rott

2.Festkapelle Reichling

3. Ehrenkutsche

Gespann von Konrad Noll, Reichling

4. Die Römer von Epfach

Historischer Ausschuss des Trachtenvereins Lechroaner Epfach

In nahegelegen Epfach (Abodiacum) kreuzten sich in der Römerzeit die bekannte Via claudia und die Strasse von Kempten nach Gauting. Claudius Paternus Clementianus (65-130 n.Chr.) war ein bedeutender Mann der aus Abodiacum stammte. Dieser hohe römische Beamte keltischer Abstammung hatte es in vielen Stationen im Militär- und Zivildienst des römischen Reiches in Ungarn, Rumänien, Judäa, Sardinien und Nordafrika bis zum Procurator (Statthalter) der Provinz Noricum (Österreich) gebracht. Er war unter anderem oberster Richter, Oberbefehlshaber der Hilfstruppen und Leiter der kaiserlichen Kasse. Er kam später nach Epfach zurück und nahm hier seinen Altersruhesitz.

Gespann von Martin Hartmann, Kinsau

5. Römischer Altarstein von Ludenhausen

Schützengesellschaft Hubertus Ludenhausen

Im Jahr 1834 wurde an der Pfarrkirche von Ludenhausen ein römischer Altarstein aus dem Jahr 211 n. Chr. gefunden dessen Inschrift vollständig erhalten ist. Der Altarstein ist im römischen Museum in Augsburg aufbewahrt.

6. Die Kelten

Trachtenverein D’Wurzbergler Reichling

Die Kelten siedelten in der Zeit von 800 v. Chr. bis Christi Geburt am Lechrain und hinterließen zahlreiche Grabhügel auf der Eichwiese zwischen Ludenhausen und Reichling und die Viereckschanze bei Reichlingsried.

Gespann von Hubert Kracher, Dettenschwang

7. Bajuwarische Krieger

Schützenjugend Ludenhausen

In der Zeit der Völkerwanderung im 5. und 6. Jahrhundert kamen die Bajuwaren und Alemannen an den Lechrain. Aus dem Ortsnamen lässt sich auf die Gründungszeit von Ludenhausen im Zeitraum 500-525 n. Chr. schließen.

8. Musikkapelle Rott

9. Die Ersterwähnung von Ludenhausen im Jahr 804

Kulturamt und Laienspielgruppe Stadt Freising

In einer öffentliche Synode im Freisinger Dom übergeben die beiden Priester Heriwini und Erchanheri ihre Eigenkirchen von Hludinhusir (Ludenhausen) und Alamuntinga (Oberalting) dem Bischof Atto von Freising. Dies ist in den Freisinger Traditionen einer Schenkungsurkunde vor Zeugen bestätigt und vom Schriftführer Subdiakon Tagobertus niedergeschrieben.

Gespann und Festwagen mit dem Mariendom der Stadt Freising

10. Bürger von Ludenhausen als Zeugen der Schenkung

Pfarrgemeinde Ludenhausen

Die Bürgerinnen und Bürger in mittelalterlichen Gewändern des 9. Jahrhunderts bezeugen die Schenkung ihrer Kirche an das Hochstift Freising. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Ludenhausen ist mehr als 1200 Jahre alt und zählt zu den ältesten Kirchen in der Umgebung.

Festwagen mit Modell der Pfarrkirche St. Peter und Paul, Gespann von Michael Schmid , Reisch.

11. Die mittelalterliche Sage von den 3 weißen Fräulein

Gartenbauverein Ludenhausen

Eine Sage erzählt, dass bei der Burgruine im Lenzle`s Wäldle im 13.Jahrhundert einst ein Schloss stand, das versunken ist. Am Fuße des Hügels befanden sich zwei gemauerte Brunnen. Alte Leute sagen, dass hier drei weiße Fräulein gesehen wurden, welche ihre Wäsche im

Brunnen wuschen. Gespann von Anton Echter, Hofstetten

Begleitet von der Kindergruppe der Märchenaufführung "Schneewittchen",
Monika Prestel, Ludenhausen

12. Wessobrunner Gebet

Gemeinde von Wessobrunn, Trachtenverein

Das älteste deutsche Sprachdenkmal mit christlichem Inhalt wurde vermutlich um 814 im Kloster Wörth am Staffelsee geschrieben. Vom Mittelalter bis 1804 war Ludenhausen dem Kloster Wessobrunn untertan.

Gespann von Johann Rohrmoser, Schellschwang

13. Musikkapelle Pflugdorf-Stadl

14. Pestzeit von 1629-1634

Bürgerinnen und Bürger von Gimmenhausen

Die Pestzeit im dreißigjährigen Krieg war verheerend für unser Dorf. Von 254 Einwohnern Ludenhausens und Gimmenhausens zu dieser Zeit sterben 184 an der Pest, das sind 72 % der Bevölkerung. In Trauerprozessionen wurden viele Pesttote zum Friedhof auf dem Leitenberg gefahren. Voran wurde das Bild des Heiligen Rochus dem Schutzheilligen der Pestkranken getragen.

15. Neubesiedlung durch Tiroler Bauern um 1650

Frauenkreis Ludenhausen

Das von der Pest und dem dreißigjährigen Krieg entvölkerte Land wird von Tiroler Bergbauern besiedelt, die sich daran machten die verwaisten Äcker wieder zu kultivieren. Viele neue Namen wie Harrer, Weigl, Schmid, Kaltenmoser, Walder usw. erinnern uns heute noch daran.

16. Riedlbande- eine Räuberbande am mittleren Lech um 1835

Jugendclub Ludenhausen

Eine Räuberbande von 30 Leuten mit den gefürchtesten Mitgliedern Damian Egwolf, genannt der "Bonadami" und Josef Rester mit dem Spitznamen "Stemmeisensepp" von Thaining stehlen, rauben und morden jahrelang in Apfeldorf, Rott, Birkland, Thaining, Obermühlhausen, Ludenhausen und Umgebung. Sechs Einbrüche in Ludenhausen sind belegbar. So manche Kinder wurden damals in Furcht gesetzt wenn die Eltern drohten: "Wenn ihr nicht brav seid, kommt die Riedlbande und nimmt euch mit".

 

17. Befreiung des Bauernstandes von der Grundherrschaft

Schützenverein Lechroaner Stadl

Viele Jahrhunderte waren die Bauern dem Adel und dem Klerus untertänig. Die Bauern konnten mit Gesetz vom 4. Juni 1848 ihre Lasten und Abgaben ablösen und waren nun ihre eigenen Herren auf dem Grund und Boden. An Stelle des Arbeitssklaven trat bald der stolze, wohlhabende und gebildete Bauer.

Gespann von Michael Sturm, Stadl

 

18. Musikkapelle Thaining

19. Wallfahrt zu St. Wolfgang, Thaining

Heimatverein Thainig

Regelmäßige Bittgänge, Lobämter, Prozessionen und Wallfahrten gehören seit Jahrhunderten zu den festen Traditionen der Landbevölkerung. Die Wallfahrten der Ludenhauser nach Vilgertshofen und Andechs finden auch heute noch jedes Jahr statt.

Gespann von Sebastian Eberle, Hofstetten

20. Fahrendes Volk

Jungbürger/innen von Ludenhausen

Auf der Landstrasse durch Ludenhausen herrschte früher reger Fuhrverkehr. Das fahrende Volk als Reisende und Händler mit seinen bunten Kleidern, fremder Musik und Sitten kehrte oft in unser Dorf ein.

Gespann Hartmut Misch, Dießen St. Georgen

21. Freiwillige Feuerwehr Ludenhausen anno 1875

Feuerwehrverein Ludenhausen

Bis zur Gründung vieler freiwilliger Feuerwehren im Jahr 1875 war die Eimerkette die einzige Löschmethode. Erst mit der Einführung der Handspritzen war eine wirkungsvollere Brandbekämpfung möglich.

Gespann Johann Rohrmoser sen., Schellschwang

 

22. Freiwillige Feuerwehr Reichling

Saug- und Druckspritze (Baujahr 1897) mit Pferdegespann

Zwei Schlauchwagen --- von Hand gezogen

Motorspritze "Breuer-Magirus" (Baujahr 1933) mit Traktor

 

23. Historische Fahrradgruppe

a) Holzdraisine -1813- Reinhold Stadler, Kaufbeuren

b) Hochräder -1880- Radfahrverein Igling

c) Korsowagen -1890- Radfahrverein Igling

24. Veteranenverein Ludenhausen

Der Krieger- und Veteranenverein Ludenhausen wurde als ältester Dorfverein vermutlich bereits nach dem Krieg 1870/71 gegründet. Die erste, noch gut erhaltene Vereinsfahne trägt die Jahreszahl 1877 und wird im Festzug mitgeführt.

Gespann Festwagen, Reßler Andreas, Forst

Gespann Ehrenkutsche, Johann Bauer Stadl

25. Schulklasse anno 1900

Schule Ludenhausen

In Ludenhausen wird seit dem 17. Jahrhundert Schule gehalten. Früher waren auch die Geistlichen und Mesner als Lehrer tätig. Die neue Schule wurde 1899 erbaut und im Jahr 1964 durch einen Anbau erweitert in dem sich nun die heutige Grundschule befindet.

Gespann von Johann Bauer, Stoffen

 

26 Musikkapelle Lechrain Pürgen

27. Alter Schützenstand um 1920

Schützenverein Diana Issing

Weit über 100 Jahre alt sind die Schützengesellschaften in unserer Gegend. So wurde "Hubertus" Ludenhausen 1890 und "Diana" Issing 1897 gegründet.

Gespann Adolf Deiniger Issing

28. Jagd im Wandel der Zeit

Jäger von Ludenhausen

Früher war die Jagd vor allem ein herrschaftliches Vergnügen und Privileg des Adels. Besonders in den schlechten Zeiten war auch die Wilderei populär. Heute sieht sich der Jäger als verantwortungsvoller Heger des Wildes.

Gespann Josef Graf, Ludenhausen

29. "Wesa-Stecha" (Torfstechen)

Trachtenverein Rott

Im Gemeindegebiet Ludenhausen gab es zahlreiche Moorgrundstücke, wie das Ochsenfilz, Blindseefilz und Gimmenhauser Filz, in denen Torf abgebaut wurde. Besonders nach dem 1. und 2. Weltkrieg war Torf ein wichtiges Brennmaterial für die Haushalte. Auch als Einstreu bei der Tierhaltung fand Torf Verwendung.

30. Waldarbeit

Bernhard Pössinger Ludenhausen

In unserer waldreichen Gegend fanden viele Frauen und Männer Arbeit im Forst. Bei dieser gefährlichen Arbeit verlor mancher Waldarbeiter sein Leben.

Gespann von Raimund Schneider, Ludenhausen

31. Heimatvertriebene kommen nach Ludenhausen

Mutter-Kind-Gruppe Ludenhausen

Im April 1946 kamen 196 Flüchtlinge aus dem Sudetenland nach Ludenhausen. Alles was sie mitnehmen durften war 30 kg Gepäck pro Person und was sie am Leib trugen. Man kann sich vorstellen unter welchen Bedingungen sie anfangs ihr neues Dasein fristen mussten.

32. Musikkapelle Hofstetten Hagenheim

33. Pfarrkirche Reichling mit St. Leonhard

Leonhardiverein Reichling

Bei der großen Gebietsreform Bayerns im Jahr 1972 wurde die Gemeinde Ludenhausen augelöst und kam als Ortsteil zur Gemeinde Reichling, In Reichling findet alljährlich der traditionsreiche Leonhardi-Ritt statt.

Gespann Peter Erdt, Pflugdorf

34. Heufuder mit Ochsengespann

Bauernschaft Ludenhausen

Für die überwiegend kleinen landwirtschaftlichen Betriebe in Ludenhausen und Gimmenhausen wurden als Zugkraft Ochsen und Kühe verwendet. Erst durch die Mechanisierung nach dem 2. Weltkrieg konnte auf diese Zugtiere verzichtet werden.

Gespann von Hermann Steidl, Haunshofen-Bauerbach

35. Landwirtschaft früher

a) Ackerbau, Kornernte, Sämaschine 
Strohrechen: Raimund Schneider, Ludenhausen
Gespann von Bernhard Reßler, Forst

b) Kartoffelernte
Familie Kümmeth Ludenhausen
Gespann von Lorenz Grabmeir, Pflugdorf

c) Gäuwagerl
Frau Anneliese Kümmeth
Pferd von Josef Heinzelmann, Rott

36. Trachtenkapelle Apfeldorf

37. Alte Schmiede Ludenhausen

Autohaus Firma Ressle, Ludenhausen

Zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mittelpunkt des Dorfes zählte in Ludenhausen die letzte Dorfschmiede von Michael Weinberger vom Jahr 1870. Durch das große offene Feuer war es immer geheizt und dadurch besonders im Winter Treffpunkt für Bauern und Handwerker zum Austausch von Neuigkeiten und Besprechen wichtiger Entscheidungen.

38. Motorisierte Landwirtschaft

a) Lanz-Bulldog mit Heuwagen und Heuaufleger

b)Eicher-Bulldog mit Schwadrechen
Georg Ringmayr sen. und jun., Ludenhausen

c) Deutz-Bulldog mit Pflug
Walter Happach, Ludenhausen

d) Lanz-Bulldog mit Grubber
Max Krumm, Landsberg

e) Primus-Bulldog mit Vierschar-Pflug (1. Schlepper von Ludenhausen 1949)
Xaver Weinberger, Ludenhausen

f) Fendt-Geräteträger, Alfred Happach, Ludenhausen

39. Alte Motorräder und Autos

a) Motorrad NSU 500 mit Beiwagen., Bj. 1929
Adolf Utz, Diessen-Wengen

b) Motorrad DKW, Bj. 1935
Franz Staud, Ludenhausen

c) D-Rad mit Seitenwagen, Bj. 1928
Gregor Kreutterer, Issing

d) Pkw BMW Cabrio, Bj. 1934
Helmut Dietmayer, Weil

e) Austin Martin, Bj. 1930
Dr. Manfred Sontheimer, Issing

f) Austin Martin, Bj. 1936
Dr. Peter Sedlmeier, Landsberg

Konzept und Realisierung des historischen Festzugs am 20. Juni 2004

Sitzung des Arbeitskreises Festzug am 1.4.2003

Teilnehmer: Benedikt Meiendres, Helga Eberle, Georg Duschl , Rosi Glück, Marianne Sepp, Kurt Beier

In der Sitzung wurde das bereits erstellte Konzept für den geplanten historischen Festzug am 20. Juni 2004 (siehe Protokoll der Sitzung vom 18.3.2003) nochmals überprüft, überarbeitet und versucht die Zuständigkeit bei der Realisierung der einzelnen Gruppen und Festwagen festzulegen. Eine Reihe von Aktionspunkten wurden vereinbart.

Die in der Zwischenzeit von Herrn Meiendres durchgeführten Erkundigungen zu möglicher Unterstützung durch die Nachbarorte Vilgertshofen, Pürgen und Landsberg hinsichtlich des Ausleihens von wichtigen Material, wie Kostüme, Rüstungen und weitere Requisiten von deren historischen Umzügen, ergab, daß dies inzwischen nicht mehr praktiziert wird.

Es müssen somit andere Quellen für den Verleih von historischen Kostümen gefunden werden und die Kosten erfragt werden. Eine Alternative hierzu wäre, dass ganze Gruppen aus den oben genannten Orten bei dem Festzug in Ludenhausen selbst auftreten. Die Kostenfrage einer möglichen Unterstützung in dieser Form muss noch geklärt werden.

Es wurde einhellig die Meinung geäußert so weit wie möglich mit eigenen Mitteln in Ludenhausen den Festzug zu gestalten und entsprechend die inhaltlichen Prioritäten festzulegen.

Im Folgenden werden die überarbeiteten, geplanten Gruppen und Festwagen in einer Liste nochmals aufgeführt und in einer Tabelle übersichtlich dargestellt. Das Thema des Festwagens oder der Gruppe wird beschrieben und die Priorität und Zuständigkeit angegeben. Für die Realisierung werden dann Vereine, Organisationen oder Personen vorgeschlagen. Auch wird die hierfür notwendige Unterstützung beschrieben. Die verschiedenen Vereine und Organisationen in Ludenhausen sollen nun zur Mitwirkung in den einzelnen Aufgaben aufgefordert werden.

Ein Termin für die nächste Besprechung des Arbeitskreises Festzug ist nicht vereinbart worden.

Überarbeiteter Vorschlag für Festwagen und Gruppen des historischen Festzuges:

Zeit der Kelten und Römer um Christi Geburt

Eröffnung des Festzuges mit einem bewaffneten römischer Reiter mit Fußvolk Priorität ++
ein Kampfwagen gezogen von Pferden (Priorität +)
Kopie des 1834 in Ludenhausen gefundenen römischen Altarsteins auf einem einachsigen Handwagen oder von 4 Personen auf einer Trage präsentiert Priorität ++
Gruppe mit ca. 12 Personen, Beteiligung durch Vilgertshofen "stumme Prozession", Kampfwagen Epfach
Zuständigkeit: Benedikt Meiendres, Realisierung: Schützenverein, Unterstützung: Georg Duschl

   

Zeit der Alemannen und Bajuwaren um das Jahr 500

Eine Gruppe von germanischen Bauersleuten, Soldaten und Kindern in Fellkleidern
Gruppe von ca. 12 Personen Priorität ++
Zuständigkeit: Benedikt Meiendres, Realisierung: Feuerwehrverein

Mittelalter mit erster urkundlichen Erwähnung Ludenhausens vom Jahr 804

  

Festwagen zeigt die Gurtsübertragung durch die Priester Heriwini und Echinari
an den Bischof Atto des Freisinger Hochstifts unter der Herrschaft von Karl dem Großen.
Die Urkunde wird vor 7 Zeugen namentlich Kaganhart, Meginhart, Toato, Nothart, Hrocholf Ekkihart und Tiso und des gesamten Klerus in einer öffentliche Synode am 16. Oktober 804 übergeben. Priorität ++
1 Gespann, Gruppe von 10 Personen alle in kirchlichen Gewändern ,
Kopie der Urkunde der Freisinger Traditionen vorhanden (Kurt Beier)
Kleines Modell der Ludenhausener Kirche vorhanden (Rosi Glück)
Modell der Freisinger Doms , siehe 1000-Jahr-Feier Marktrecht Freising im Jahr 1996 ?
Erste Kontakte mit historischen Verein Freising und Heimatpfleger Freising ( Kurt Beier)
Zuständigkeit: Kurt Beier, Pater Anton, Rosi Glück ; Realisierung: Pfarrgemeinde

Mittelalterliche Sage von den 3 weißen Fräulein bei der Burgruine im Lenzle`s Wäldle im 13.Jahrhundert

Eine Sage erzählt, dass dort einst ein Schloss stand das versunken ist. Am Fuße des Hü- gels befanden sich zwei gemauerte Brunnen. Alte Leute sagen, dass hier drei weiße Fräulein gesehen wurden, welche ihre Wäsche im Brunnen wuschen. Priorität ++

Festwagen mit Modell einer Ruine, zwei Brunnen und 3 weiße Burgfräulein die Wäsche waschen , Blumenschmuck , ein großer Dreifuß aus Eisen von einer Feuerstelle

1 Gespann, 3 Fräulein auf dem Wagen, Begleitung des Festwagens mittelalterliche Ritter und Knappen zu Pferd und zu Fuß ca. 10 Personen, Ritter, Burgfräulein, Knappen

Zuständigkeit: Helga Eberle, Realisierung: Gartenbauverein, Unterstützung : Georg Duschl, Hr. Reizele

 

Ludenhausen ist bis zur Säkularisierung 1803 dem Kloster Wessobrunn untertan

Festwagen mit Modell des Wessobrunner Klosters mit Abt und Mönchen, Begleitung des Wagens Bauern aus Ludenhausen als arbeitspflichtige Scharwerker, Priorität +
1 Gespann, Gruppe von 5-10 Personen auf dem Wagen, ebenso viele als Begleitung zu Fuß hinter dem Wagen,
Gäste: 1 Wagen aus Wessobrunn 1250-Jahr-Feier in diesem Jahr
Zuständigkeit: Georg Duschl , Realisierung: Wessobrunn und Gimmenhausen

Dreißigjähriger Krieg 1632 erobern die Schweden Landsberg und Ludenhausen

Landsknechte in Gruppen erobern und plündern das Land , Priorität -
Landsknechtsgruppe zu Fuß ca. 20 Personen
Keine Unterstützung durch Organisatoren des Ruethenfests in Landsberg , ca. 20 Personen
Es soll versucht werden von anderen Orten wie Dinkelsbühl oder Nördlingen diesbzüglich Unterstützung zu erhalten (AI: Benedikt Meiendres, Kurt Beier)

     

Die Pestzeit in Ludenhausen 1628-1634

Von 254 Einwohnern Ludenhausens zu dieser Zeit sterben 184 an der Pest, das sind 72 % der Bevölkerung. Priorität ++
Trauerprozession mit Bild des Heiligen Rochus des Schutzheilligen der Pestkranken voran
Priester mit Kreuz, Messmer mit Totenglöckchen, Pestarzt und Krankenpfleger in weißer Schutzkleidung, der Tod als Sensenmann verkleidet, einachsiger Wagen mit Pesttoten daraufgebunden, Trauergemeinde mit 10-15 Leuten auch Kindern
Zuständigkeit: Georg Duschl, Realisierung: Gimmenhausen

     

Tiroler Bauern kommen um 1650 als Siedler nach Ludenhausen

Das von der Pest und dem dreißigjährigen Krieg entvölkerte Land wird von Tiroler Bergbauern besiedelt, Priorität: ++
Gruppe von armen Tiroler Bauernfamilien in Tiroler Hüten und Tracht mit ihrem ganzen Hab und Gut auf dem Rücken, ca. 10-20 Personen
Zuständigkeit: Marianne Sepp , Realisierung: Frauenkreis

  

Kaiserlichen Husaren plündern im Jahre 1704 das bayerische Oberland

Im spanischen Erbfolgekrieg plünderten und brandschatzten die Husaren, auch Panduren genannt, Reichling und Ludenhausen. Die Bevölkerung war in die Wälder geflohen. Die zurückgebliebenen Bewohner wurden ermordet. Priorität -
1 Gespann, Gruppe mit Husarenreitern und Tross mit Planwagen ca. 10-20 Personen
Keine Unterstützung durch Ruethenfest Landsberg , Pandurenlager
Es soll versucht werden von anderen Orten Unterstützung zu erhalten (AI: Benedikt Meiendres, Kurt Beier)

      

Die Riedlbande , eine Räuberbande am mittleren Lech um 1832

Eine Räuberbande von 30 Leuten mit den gefürchtesten Mitgliedern Damian Egwolf, genannt der "Bonadami" und Josef Rester mit dem Spitznamen "Stemmeisensepp" von Thaining stehlen, rauben und morden jahrelang in Apfeldorf, Rott, Birkland, Thaining, Obermühlhausen, Ludenhausen und Umgebung. Sechs Einbrüche in Ludenhausen sind belegbar.
So manche Kinder wurden damals in Furcht gesetzt wenn die Eltern drohten: "Wenn ihr nicht brav seid, kommt die Riedlbande und nimmt euch mit". Priorität +
1 Gespann, Festwagen mit einer Gruppe von Räubern mit Pistolen, Messern, Stemmeisen und Diebesgut in Säcken und ein unterirdisches Versteck im Filz bei Rott, Gendarmerie hinter dem Wagen ist den Räubern auf den Fersen.
Zuständigkeit: Benedikt Meiendres , Realisierung: Jugendclub Ludenhausen

Befreiung der Bauern von Lasten der Grundherrschaft mit Gesetz vom 4. Juni 1848

Die Bauern konnten ihre Lasten und Abgaben ablösen und waren nun ihre eigenen Herren auf dem Grund und Boden. Priorität +
1 Gespann, Festwagen mit Modell eines großen Bauernhofes und stolzer, wohlhabender, festlich gekleideter Bauernfamilie in Lechrainer Tracht, Darstellung des Jahrhunderte alten Bauernadels, Fahnenträger mit bayerischer Fahne
Trachtengruppe Stadl mit ca. 10 Personen oder Bauernverein Reichling
Zuständigkeit: Georg Duschl, Realisierung: Stadl und Reichling

Geschichte unserer Kirche

Modell des Taufsteins aus dem 13. Jahrhundert, Neubau im 1900 Jahrhundert, Priorität ++
1 Gespann, großes Modell unserer Kirche
Zuständigkeit: Pater Anton, Rosi Glück, Realisierung: Pfarrgemeinde

Wallfahrergruppe

Wallfahrergruppe in alten Trachten mit Kreuz und Fahne, Priorität +
1 Gespann mit Modell der Thainiger Wallfahrtskirche St. Wolfgang
Zuständigkeit: Pater Anton, Rosi Glück, Realisierung: Heimatverein Thaining

Freiwillige Feuerwehr Ludenhausen wird 1875 gegründet

1 Gespann, Festwagen mit alter Handpumpe , Priorität ++
Gruppe von Feuerwehrleuten in alten Uniformen ca. 20 Personen
Zuständigkeit: Benedikt Meiendres, Realisierung : Freiwillige Feuerwehr Ludenhausen

      

Veteranenverein Ludenhausen wird 1878 gegründet

Veteranen in alten Uniformen mit Pickelhaube aus Jahr 1878, Priorität ++
Gruppe mit ca. 20 Personen
Zuständigkeit: Marianne Sepp, Realisierung: Veteranenverein Ludenhausen

Torfstechen im Blindsee-, Rotter- und Gimmenhausener Filz

Alte Geräte, Werkzeuge und "Wesa-Wagen" die zum Torfstechen und Transportieren ver
wendet wurden, Priorität ++
1 Gespann
Zuständigkeit: Marianne Sepp, Realisierung: Benedikt Happach und weitere Personen

Alte Schulklasse anno 1900

Altes "fliegendes" Klassenzimmer mit Schülern, Holzbänken, Schiefertafel, Rute, Priorität +
Zuständigkeit: Manuela Rennschmid, Realisierung: Schule Ludenhausen,

Heimatvertriebene und Flüchtlinge kommen nach Ludenhausen

Heimatvertriebene zu Fuß mit Leiterwagen mit allen Hab und Gut unterwegs, Priorität +
Zuständigkeit: Marianne Sepp, Realisierung: Mutter und Kind Gruppe, Frau Ringmayr

      

Alte Landwirtschaftsgeräte

1 Ochsengespann, Pflüge , Heuwender , alte Traktoren, Dreschmaschinen usw., Priorität ++
Zuständigkeit: Marianne Sepp, Realisierung: Bauern in Ludenhausen, Helga Eberle

Fuhrwerke und Kutschen

Salz- , Holztransporte, Personenkutschen , Priorität ++
Zuständigkeit: Rosi Glück, Realisierung: Fam. Kümmeth, Fam. Weinberger, Ringmayr Georg

Alte Hochzeitskutsche um 1900 mit Brautpaar

1 Gespann, Priorität +
Zuständigkeit: Marianne Sepp, Realisierung: Raimund (Berghof)

Buntes Kindertheater

1 Gespann, 1 bunter Wagen, Kinder in Theaterkostümen und Blumenschmuck, Priorität +
Zuständigkeit: Rosi Glück, Realisierung: Mutter & Kind Gruppe

Alte Motorräder und Autos

Oldtimerparade, Priorität +
Zuständigkeit: Benedikt Meiendres, Realisierung: MSC Reichling, Bernd Rauch, Franz Staud

Musikkapellen

Priorität ++
Reichling, Rott, Pflugdorf-Stadl, Apfeldorf, Wessobrunn
Zuständigkeit: Benedikt Meiendres

 

 

Übersichtstabelle zum Festzug

Nr.

Thema/Motiv

Priorität

Zuständigkeit

Realisation

Kommentar

1

Römer u. Altarstein

++

B. Meiendres

Schützenverein

1 Reiter

2

Alemannen u. Bajuwaren

++

B. Meiendres

Feuerwehr

 

3

Ersterwähnung Lud.

++

K. Beier

Pfarrgemeinde

1 Gespann

4

Sage Lenz’les Wäldle

++

H. Eberle

Gartenbauverein

1 Gespann

5

Wessobrunn

+

G. Duschl

Wessobrunn u. Gimmenhausen

1 Gespann

6

30-jähr. Krieg

-

N.N.

N.N.

Action item

7

Pestzeit

++

G. Duschl

Gimmenhausen

 

8

Tiroler Bauern

++

M. Sepp

Frauenkreis

 

9

Panduren

-

N.N.

N.N.

Action item

10

Riedlbande

+

B. Meiendres

Jugendclub

1 Gespann

11

Freiheit der Bauern

+

G. Duschl

Trachtenverein Stadl

1 Gespann

12

Unsere Kirche Ludenhausen

++

P. Anton

Pfarrgemeinde

1 Gespann

13

Wallfahrer

+

R. Glück

Pfarrgemeinde

1 Gespann

14

Feuerwehr

++

B. Meiendres

Feuerwehr

1 Gespann

15

Kriegsveteranen

++

M. Sepp

Veteranenverein

 

16

Torfstechen

++

M. Sepp

B. Happach u.a.

1 Gespann

17

Alte Schulklasse

+

M. Rennschmid

Schule Ludenhausen

1 Gespann

18

Heimatvertriebene 45

+

M. Sepp

Fr. Ringmayr u.a.

 

19

Alte Landwirtschaft

++

M. Sepp

Bauern Ludenhausen Gimmenhausen

Traktoren

20

Fuhrwerke, Kutschen

++

R. Glück

Kümmeth, Weinberger, Ringmayr

Ochsengespann

21

Hochzeitskutsche

+

M. Sepp

Raimund

1 Gespann

22

Kindertheater

+

R. Glück

Mutter&Kind

1 Gespann

23

Oldtimerparade, Motorräder & Autos

+

B. Meiendres

MSC Reichling, B. Rauch, F. Staud

 

24

Musikkapellen

++

B. Meiendres

Reichling, Rott, Stadl, Wessobrunn

 

Festzug in Wessobrunn

Ein Bildbericht über den historischen Festzug in Wessobrunn anlässlich der 1250-Jahr-Feier am 27.7.2003.

          

Wessobrunn feierte in einer Festwoche vom 23. Juli bis 27. Juli 2003 sein 1250-jähriges Gründungsjubiläum. Am Sonntag den 27. Juli wurde ein großer historischer Festzug durchgeführt. Daran beteiligten sich sieben Musikkapellen, 26 Festwagen mit Pferdegespann, vier Ehrenkutschen und ein stattliches Fußvolk von über 350 Personen. Auch Ludenhausen beteiligte sich mit einem Festwagen und einer Fußgruppe an dem Festzug.

Die Geschichte Ludenhausens ist eng mit der von Wessobrunn verknüpft. Schon um 907 gehörte eine Hube von Ludenhausen zum Kloster Wessobrunn. Bis 1803 besaß das Kloster die gesamte Hofmark Ludenhausen, zu der auch Gimmenhausen, Vilgertshofen und Wolfgrub gehörten.

Der Festzug war eine gelungene Veranstaltung mit großer Publikumsbeteiligung und eine sehenswerte Zeitreise durch die Geschichte Wessobrunns. Das Wetter war schön und sommerlich heiß. Die folgenden Fotos geben  einen Eindruck vom Festzug.

foto.herzogtassilogruppe.jpg (112446 Byte)

Herzog Tassilo mit Jagdgefolge, Schützengesellschaft Haid-Wessobrunn

foto.festgruppe1.jpg (135613 Byte)

Weilheimer Bürgerinnen und Bürger im Festtags-G’wand um das Jahr 1590

foto.trachtengruppe.jpg (127080 Byte)

"Lechroaner" Schützen aus Stadl

foto.festwagenlud1.jpg (152259 Byte)

Festwagen von Ludenhausen, Pfarrkirche St. Peter und Paul, Familie Graf Ludenhausen

foto.scharwerker1.jpg (147280 Byte)

Ludenhauser Scharwerker

foto.ochsengespann.jpg (129639 Byte)

Ochsengespann mit Heuwagen, Gespann von Hermann Steidl, Haunshofen-Bauerbach

foto.waldarbeiter.jpg (135910 Byte)

Festwagen Waldarbeiten, Trachtenverein Wessobrunn

foto.torfstich.jpg (139041 Byte)

Festwagen Torfstechen, Gartenbauverein Forst

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