Gemeinde Reichling
Reichling entstand im östlichen Lechrain in der Nähe des römischen "Konsularweges", der Ost-West-Verbindung von der "Via Claudia" zur römischen "Brennerstraße" bei Raisting. Eine erste urkundliche Erwähnung von Reichling war 1080 unter dem Namen Richilo. 1789 wurde es dann Reichlinge genannt und heißt seit 1808 endgültig Reichling. Bis zur Landkreisreform gehörte Reichling zum ehemaligen Landkreis Schongau und wurde 1972 in den Landkreis Landsberg umgegliedert. Zur gleichen Zeit wurde auch die ehemalige Gemeinde Ludenhausen mit dem Ortsteil Gimmenhausen in die Gemeinde Reichling eingegliedert. Im Wappen der Gemeinde Reichling ist Ludenhausen im Schildhaupt durch ein gekreuztes goldenes Schwert und Schlüssel für St. Peter und Paul als wohl älteste Kirche der Umgebung aufgenommen. Reichling ist mit 736 Metern ü. d. M. die höchstgelegene Gemeinde im Landkreis Landsberg und liegt 35 Meter höher als Andechs. Die Pfarrkirche St. Nikolaus wurde 1780/84 von Anton Kirchgraber und seinem Nachfolger Joh. M. Fischer gebaut. Mit dem mächtigen, 7,5 Meter breiten und 33 Meter hohen Turm auf romanischen Fundamenten steht sie auf dem höchsten Punkt. Seit 1435 gibt es in Reichling Leonhardiritte, diese zählen zu den ältesten Altbayerns. Der Wurzberg, oft Balkon von Oberbayern genannt, ist einer der schönsten Aussichtspunkte im Landkreis Landsberg und bietet einen herrlichen Blick ins Lechtal und in die Alpen. Seit 1978 ist Reichling Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft mit den Mitgliedsgemeinden Apfeldorf, Kinsau, Reichling, Rott, Thaining und Vilgertshofen mit 7766 Einwohnern.
Wie sieht Ludenhausen von oben aus ?
Wo liegt Ludenhausen ?
Quellen:Satellitenbilder: Kartenausschnitte: Bayerisches Landesvermessungsamt
Historische Katasterblätter von Ludenhausen
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