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Die Maibaumaufstellung in Ludenhausen war wie immer ein Gaudi für die ganze Gemeinde, die ganze ?Nein ! nicht alle !Ein Häufchen verwegener Recken und ihre Begleitung (Groupies) hat sich auch diesmal an dieses Unternehmen gewagt.Maibaum 2002Maibaum 2003
Maibaum 2004
Reichlings misslungenes Maiglück !
Nach der Melodie: " Horch was kommt von draußen rein....."
Thaininger Lied
Nach der Melodie: "Im Wald und auf der Heide ....." Von Donnerstag zum Freitag in der Nacht, da kamen die Thaininger mit großer Macht. (: Sie waren ausgezogen unseren Maibaum abzuholen bevor noch im Dorfe die Hähne krähen :) Ihr Thaininger, ihr Thaininger ihr habt nicht gedacht, dass die Ludenhausener standen auf Wacht. (: ein Schlachtruf gellt durch den Ort die Thaininger schaffen unseren Maibaum fort :) Es dauerte nur kurze Zeit da waren die Ludenhausener kampfbereit, (: unser Maibaum stand in großer Gefahr, ein Glück, dass die Thaininger uneinig war’n :) Die lieben Leute sahen bald ein den Maibaum gibt‘ nicht ohne Blauäuglein (: nun mussten sie sich plagen mit ihrem Gummiwagen zurück in kleines Dörflein :) Das plagen und schaffen ist unser Prinzip, doch heute am ersten Mai sind wir alle vergnügt (: Wir tanzen und wir singen, wir lachen und wir springen bis das im Dorfe die Hähne kräh’n :).
Maibaumfeier zum 25 jährigen Jubiläum im Jahr 1976Eigentlich ist es nicht ganz sicher, dass in diesem Jahr zum 25. mal in Ludenhausen ein Maibaum aufgestellt wird. Nach entsprechenden Nachforschungen sind wir auf diese Jubiläumszahl gekommen, wobei wir jedoch keine Gewähr übernehmen. Erstmals wurde in Ludenhausen im Jahre 1946 ein Maibaum errichtet. Damals wurde die Aktion von Adolf Kranz und von Sepp Schneider in’s Leben gerufen. Beide wohnen heute nicht mehr in Ludenhausen und sind deshalb den Jüngeren nicht mehr bekannt. Dieser erste Baum stand noch nicht am heutigen Platz, sondern auf dem Platz beim heutigen (alten) Feuerwehrhaus an der Kirche. In der damaligen Zeit fanden noch Maitänze statt, die inzwischen leider aus der Mode gekommen sind. Die Proben zum Maitanz für den ersten Maibaum fanden unter Leitung von Adolf Kranz in aller Stille am Wäldchen statt. Fast wäre die ganze Aktion damals gescheitert, denn einige Nächte vor dem 1.Mai schlich sich über den Leitenberg ein große Diebsschar an, um den Maibaum zu entführen. Die Diebe waren mit Pferden und einem zu dieser Zeit hochmodernen gummibereiften Wagen angerückt. Bei diesen Dieben handelte es sich um die Thaininger! Viel hätte nicht gefehlt und der Streich wäre ihnen gelungen, wenn nicht der Mengle-Bauer (Böglmüller Josef) durch energisches Eingreifen dies verhindert hätte. So verwies er nicht nur die Thaininger von seinem Grund, sondern zu guter Letzt hing er sich auch noch an die Spitze des Baumes, den die Thaininger bereits forttrugen. Durch das Schaukeln an der Spitze des Baumes brachte er die Dieb aus dem Gleichgewicht und sie mussten loslassen – sogar ein Zaun musste bei der Last des Baumes dran glauben. Nachdem die Thaininger einsahen, dass ein Klau nicht möglich war, zogen sie unverrichteter Dinge wieder ab, denn inzwischen war bereits ganz Ludenhausen auf den Füßen, aufgeschreckt durch das Ertönen der Feuerwehrtrompete. Auch in späteren Jahren versuchten andere Ortschaften unseren Maibaum zu entführen. So versuchten sich im Jahre 1950 die Rotter an unserem Baum. Sie rückten gleich mit einem Lastauto an. Zu dieser Zeit lag der Baum beim Happerger im Hof, dort wo heute der Saal steht. Fast wäre auch diese Entführung gelungen, denn der Maibaum war bereits am Lastauto angehängt. Die Ludenhauser verteidigten den Baum sofort mit einer großen Schar. Nachdem die Rotter dennoch nicht von ihrem Vorhaben abließen, entwickelte sich eine große Schlägerei. Es wurde nicht nur mit den Händen und Fäusten zugehaut, sondern sogar mit Holzprügeln, Zaunlatten und Kartoffelhacken. Erst als die Ludenhauser mit Beilen die Reifen des Rotter Lastautos zerschlagen wollten, räumten diese das Feld. Vor lauter Wut über die misslungene Aktion schlugen sie dann bei ihrem Abzug noch den alten Hoy (beim heutigen Guggemoos) mit einer Zaunlatte zusammen. Die damalige Maibaumklauerei warf noch lange einen dunklen Schatten auf das Verhältnis zwischen den Ludenhausener und Rotter Bürgern. In späteren Jahren stellt sich noch einmal ein Maibaumklau ein. Diesmal waren die Reichlinger an der Reihe. Mit 35 Mann sollen sie angerückt sein. Um sich lautlos anschleichen zu können, ließen sie den Bulldog außerhalb des Dorfes stehen. Diesmal waren die Ludenhauser besser auf der Obhut und entdeckten den Feind sofort. Bei der Flucht bewiesen die Reichlinger, dass sie immer schon ein sportlicher Ort waren, denn sie verloren vor lauter Schnelligkeit gleich ihre Kopfbedeckungen die sie zurücklassen mussten. Man muss ihnen hoch anrechnen, dass sie nach ihrer Entdeckung sofort das Feld räumten und sich genau an den Brauch hielten, im Gegensatz zu den Thainingern und Rottern. Die Maibaumaktion war in früheren Jahren wesentlich schwieriger zu bewältigen als heute. Man hatte nicht genug Geld und auch das Material für die Aufstellung des Baumes entsprach nicht dem heutigen. Da der Baum in früheren Zeiten nicht von der Gemeinde bezahlt wurde und das Geld ohnehin knapp war, wurde der Baum still und heimlich nachts im Abtsrieder Forst geklaut. Zur Finanzierung des Freibieres lud man oft auch (versehentlich) einen zweiten Baum mit auf, der dann verkauft wurde. Auch das Heimbringen des Baumes war noch ein beschwerliche Sache, denn noch mit Ochsen und später mit Pferden mussten man den lauten eisenbereiften Wagen durch die Ortschaft kutschieren – es durfte niemand etwas hören. Sogar die Nägel für die Anbringung der Girlanden wurden geklaut. Allerdings ging’s damals noch lustiger zu als heute und das Bier war ja auch billig. Wie am Anfang erwähnt, wurde der Baum auf dem Platz des heutigen (alten) Feuerwehrhauses (bei der Kirche) aufgestellt. Dies aber nur zweimal, dann wurde der Standort in den Ortsmittelpunkt verlegt. Der neue Standort war in der Happergerkurve am Eck zum Kinderspielplatz. Einmal schlug dann sogar der Blitz in den Baum ein. Aus verkehrstechnischen Gründen musste der Standort aber bald wieder geändert werden. Seit dieser Zeit steht der Baum am heutigen Standort. Nun kam eine große Pause für die Aktion Maibaum, denn hervorgerufen durch Probleme mit der Gemeindeverwaltung, durch Uneinigkeit untereinander und auch Interesselosigkeit fiel die ganze Sache in’s Wasser. Nach dieser Pause ging es dann erst wieder im Jahre 1963 weiter, vor allem durch großes Bestreben der Wirtsleute Happerger. In die damalige Zeit geht die Entstehung des Jugendclubs zurück. Seit 1963 wurde in ununterbrochener Reihenfolge ein Baum aufgestellt. Auch die Form und das Aussehen wurde nicht geändert und so entspricht unser heutiger Baum immer noch weitgehend dem von 1946. Wir dürfen stolz sein auf unseren natürlichen Maibaum, der einen schönen Gegensatz zu den vielen kitschig angemalten Bäumen der Umgebung darstellt. Hinzu kommt noch dass wir den Baum nicht mit dem Kran, sondern immer noch wie es dem Brauch entspricht, mit den Stangen aufstellen. In den letzten Jahren erlangte unser Maibaum eine besondere Größe! Weithin wurde unser Maibaum beachtet, nachdem wir bei der Maibaumaktion des Landsberger Tagblattes "Wer hat den höchsten Baum" im Jahre 1974 den 2. Platz mit einer Höhe von 39.54 m erreichten. Als Lohn für die Mühe erhielten wir 50 Liter Freibier. Im Jahr 1975 belegten wir dann den 1. Platz mit einer Höhe von 40.27 m und erhielten dafür 100 Liter Freibier. Ludenhausen den 1. Mai 1976 Ottmar Schwentzek
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