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Chronik des Veteranen- und Reservistenverein Ludenhausen

Der Krieger- und Veteranenverein Ludenhausen dürfte einer der ältesten Vereine unseres Dorfes sein. Vermutlich wurde der Verein in der Zeit nach dem Krieg 1870/71 gegründet. Die alte und 1. Vereinsfahne ist das einzige Dokument aus der Gründungszeit und trägt die Jahreszahl 1877.

Bei der Renovierung unserer Pfarrkirche wurde eine Gedenktafel entdeckt, auf welcher die Namen von Mitgliedern des Krieger- und Veteranenvereins verewigt sind. Als Sterbedaten sind dort vermerkt:

  • Jaud Jakob 1870
  • Huber Sebastian 1878
  • Berchthold Anton 1878
  • Hirschauer Nikolaus 1878

1907 wurde die alte Vereinsfahne durch einen neuen Banner ersetzt. Gefertigt wurde die neue Fahne in Dillingen und am 9. Juni 1907 in Ludenhausen, im Rahmen eines Festes, feierlich geweiht. Patenverein war laut Protokoll des dortigen Vereins der Krieger- und Veteranenverein Issing. Auf Seite 95 des Protokolls lässt sich folgendes nachlesen:

Am 9. Juni 1907 vormittags um ½ 9 Uhr marschierte der Krieger- und Veteranenverein Issing, 47 Mitglieder stark, als Pate zur Fahnenweihe nach Ludenhausen. Um 10 Uhr war die feierliche Weihe der Fahne durch drei Fahnenjungfrauen. Als Pate übergab der Veteranenverein Issing durch eine Fahnenjungfrau ein Band um 20 Mark an die neue Ludenhausener Fahne. Die Namen der Fahnenabordnungen sind leider nicht bekannt, wohl aber die der Fahnenjungfrauen. Es waren dies Magdalena Stangl, Katharina Berchthold und Therese Böglmüller. Nach 1933 mussten der Krieger- und Veteranenverein dem Kyffhäuser-Bund angeschlossen werden, der Löwe auf der Fahnenstange musste dem Hakenkreuz weichen. Von 1945 bis 1952 kam das Vereinsleben fast vollständig zum Erliegen.

1952 konnte der Verein zur Beerdigung von Herrn Auer erstmals wieder öffentlich auftreten. Vorstand war damals Josef Schamper, zur Fahnenabordnung gehörten Michael Weinberger, Johann Schneider und Andreas Buttner.

Im Jahre 1958 mußte unsere Vereinsfahne zur 80 Jahrfeier gründlich renoviert werden. Das Kloster Wessobrunn wurde für diese Aufgabe ausgewählt.

Um den Krieger und Veteranenverein vom Aussterben zu bewahren wurden in den 70iger Jahren erstmals auch Bundeswehrsoldaten aufgenommen.

1984 übernahm Albert Schmid den Vorsitz von Josef Heitmeir.

Die Vereinsfahne  vom Jahre 1907 wurde im Jahr 1988 von Grund auf renoviert. Die Kosten von rund 7000 DM rechtfertigt eine Schätzung, nach der der Wert der Fahne rund 50000 DM betragen soll.

Der Verein wurde im Jahr 1995 in den Veteranen- und Reservistenverein umbenannt.

Nach 15 Jahren im Amt des 1.Vorstand  mit unermüdlichen Einsatz übergab Albert Schmid den Verein mit mehr als 100 Mitgliedern an Herbert Sepp. Bei der Hauptversammlung im Jahr 1999 wurde Albert Schmid zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

2013 übergab Herbert Sepp das Amt des 1. Vorstands an Manfred Reizele. Herbert Sepp war in seiner gesamten Amtszeit als erster Vorstand auch Mitglied der Fahnenabordnung. Zur heutigen Fahnenabordnung gehören Edwin Staud,  Manfred Brosselt-Guggemos und  Thomas Sepp.